Archiv der Kategorie: Fotografie

Foto-Workshop mit Linda Peinemann im Deutschen Pferdemuseum Verden

Am letzten Samstag, den 12.10.2013 konnte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen. Die Teilnahme an einem professionellen Foto-Workshop mit der renommierten Pferdefotografin Linda Peinemann. Ich hatte von der Veranstaltung erst kurz vorher aus der Zeitung erfahren und rechnete eigentlich nicht unbedingt damit, dass meine Anfrage positiv beschieden werden würde. Schließlich sollten Hunde-und Pferdeportraits sowie Aufnahmen in der Bewegung und in freier Natur auf dem „Lehrplan“ stehen. Nicht unbedingt ideale Voraussetzungen um mit dem Rollstuhl daran teilzunehmen, aber die Versuchung war zu groß.

Was ich dann erlebte, war vielleicht eines der größten und unerwartetsten  Geschenke meines Lebens. Ina Maieli und ihre Kollegen vom Deutschen Pferdemuseum kümmerten sich bereits im Vorfeld vorbildlich um mich: Angefangen von einer ausgesprochen detaillierten Wegbeschreibung des zu befahrenden Geländes, über die Klärung der Kurskosten für die Begleitperson waren wir in regelmäßigem Kontakt um alle Fragen zu klären.

Nachdem sich beide Seiten entschlossen hatten, das „Abenteuer“ zu wagen, startete ich ins Deutsche Pferdemuseum. Bereits am Eingang traf ich die Fotografin Linda Peinemann. Der Kurs war phantastisch. Nach einer theoretischen Einführung über das Zusammenspiel von Belichtungszeit und Blende mit anschaulichen Fotos und einer Selbsterfahrung am eigenen Körper ging es raus zum ersten Praxisteil Hundefotografie.

Nachdem eine den Lichtverhältnissen (ausgesprochen schwierig) angemessene Position für das Shooting gefunden war, begann das Shooting. In drei Schwierigkeitsstufen. War zunächst der Mensch auch noch Teil des Portraitmotivs, sollte es dann nur ein Tierportait und schließlich eine Bewegungsstudie geben. Verdammt schwierig. Immer wieder waren wir unter individueller Hilfestellung von Frau Peinemann aufgefordert, unterschiedliche Blenden und Belichtungszeiten auszuprobieren.

Nach einigen Versuchen wurden die Ergebnisse doch besser und sehenswert.

Nach der Mittagspause und einer detaillierten Einführung in die Besonderheiten der Pferdefotografie und dem Verraten einiger kleiner Tricks der Profis und dem Betrachten einiger Beispielfotos folgte der zweite Praxisteil zur Pferdefotografie, der analog zum ersten Teil aufgebaut war.

Unter tatkräftiger Mithilfe einiger Kursteilnehmer war es mir tatsächlich möglich, den gesamten Praxisteil mitzumachen und was ich dort fühlte, lässt sich nur so sagen: Ich war glücklich mit meiner Kamera in freier Natur meine Lieblingstiere zu fotografieren und konnte alles um mich herum vergessen.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Tierbesitzern und Models mit ihren Tieren. Mit unglaublich viel Geduld wiederholten sie bei Bedarf auch Motive und waren stets zuvorkommend und freundlich. Die Ergebnisse sind sehenswert hoffe ich.

Allen am Kurs beteiligten sage ich Danke für einen unvergesslichen Tag, Frau Peinemann danke ich für die vielen wunderbaren Tipps und ich danke ihr und den Mitarbeitern des Deutschen Pferdemuseums für die Bereitschaft und den Mut, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Es hat sich gelohnt und ich würde mich sehr freuen, bald „weiterlernen“ zu dürfen. Es hat riesig Spaß gemacht mit euch!

Fotokurs vom 19.04.2013

Nachdem ich den Februar Fotokurs nachgeholt hatte und der März Fotokurs auf Grund einer Erkrankung leider ausfallen musste, sollte es im April nun in den Bürgerpark Bremen gehen. Doch die Hoffnung auf einen frühlingshaften Parkbesuch erfüllte sich nicht. Rechtzeitig zum Fotokurs fing es heftig an zu regnen, so dass wir uns nur noch in den Bahnhof flüchten konnten. Eine heiße Schokolade mit Espresso und ein gemütlicher Klönschnack waren zwar kein Ersatz für die “entgangenen” Fotos, aber ein gemütlicher Nachmittag war es trotzdem. Gerade als die vorgesehene Zeit um war und wir aus dem Bahnhof heraus kamen bot sich doch noch ein Fotomotiv: Ein Regenbogen, der leider trotzdem noch von Wolken verdeckt wurde.

Der Regenbogen am Ende des Fotokurses/ Rainbow at the end of the Photographic Workshop
Der Regenbogen am Ende des Fotokurses/ Rainbow at the end of the Photographic Workshop

Fotokurs Sonderausstellung „Abenteurer Entdecker Forscher“

Auf dem zweiten Ausflug besuchte unser gemeinsamer Fotokurs eine Sonderausstellung des Überseemuseums in Bremen mit dem Titel „Abenteurer Entdecker Forscher“ die im Zeitraum vom 6. Oktober 2012 bis zum 31. März 2013 zu sehen war. Da ich am eigentlichen Termin im Februar erkrankt war, habe ich den Besuch kurz vor Ende der Ausstellung, am 29.4.2013, nachgeholt. Die Ausstellung widmete sich dem Leben und der Forschung bedeutender Persönlichkeiten aus nahezu allen naturwissenschaftlichen Forschungsgebieten. Namentlich waren dies:

Maria Sibylla Merian, eine Natur-und Insektenforscherin mit einem besonders ausgeprägten wissenschaftlichen Interesse an Schmetterlingen,

Charles Darwin, Theologe und Biologe, der für seine Evolutionstheorie Berühmtheit erlangte,

Marie Curie, französische Kernphysikerin mit polnischen Wurzeln, die als erste Frau überhaupt einen Nobelpreis zugesprochen bekam und bis heute die einzige Person ist, der diese Auszeichnung in unterschiedlichen Wissenschaften zu Teil wurde,

die erste deutsche Tiefseeexpedition im Jahr 1898/1899, in deren Verlauf eine überraschende Artenvielfalt sowie die Leuchtkraft vieler Unterwasserlebewesen entdeckt wurde

Jane Goodall, die Pionierin der Schimpansenforschung und heutige Botschafterin der Vereinten Nationen zum Schutz der Tierwelt

Ibn Battuta, ein marokkanischer Weltenbummler, der im 14. Jahrhundert mehr als 50 Länder bereiste und über den ein interessanter Artikel bei  National Geographic online verfügbar ist,

Zheng He, unter dessen Kommando die chinesische Flotte, die damals die modernste der Welt war, sieben Expeditionen durch den Indischen Ozean unternahm

Vasco da Gama, der Entdecker des Seeweges zwischen Europa und Indien

William Dampier, ein ungewöhnlicher Pirat, der sich auch für fremde Länder und Kulturen interessierte, als erster Engländer australischen Boden betrat und zudem als erster Mensch die Welt auf dem Seeweg drei Mal umrundete

James Cook, der unter Anderem den Pazifik kartografierte

Gerhard Rohlfs, der als gebürtiger Bremer zu den ersten Europäern zählte, die Afrika und die Sahara durchquerten und

Fridtjof Nansen, einem frühen Polarforscher, dessen Forschungen wichtige Erkenntnisse zur Beschaffenheit des Polarmeeres lieferten, obwohl Nansen den Pol nie selbst erreichte

Insgesamt eine sehr sehenswerte Ausstellung, deren besondere Qualität in der Anschaulichkeit und in der guten Eignung für Kinder lag und die dank des freundlichen Museumspersonals auch mit dem Rollstuhl gut zu besuchen war.

Zum Abschluss noch ein fotografischer Kurzeindruck und ein rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter Verwendung der Ausstellungsinformation sowie der Wikipedia.