Die Brandmauer (Henning Mankell)

Als Kurt Wallander eines Morgens sein Büro betritt, findet er die Notiz eines Kollegen, der zu einem unglaublichen Einsatz gerufen worden war. In der Nacht hatten eine junge Frau und ein Mädchen (19 und 14 Jahre) einen Taxifahrer derart „übertötet“, dass Wallander sich fragt, in was für einem Land er lebt. Als dann auch noch eine weitere Leiche vor einem Geldautomaten gefunden wird, die im Verlauf der Handlung aus der Pathologie verschwindet und später ohne Finger vor demselben Geldautomaten wieder auftaucht, steht Wallender vor der Herausforderung, Zusammenhänge sichtbar machen zu müssen, ohne annähernd zu ahnen, dass er in einem Verbrechen ermittelt, das die Welt verändern soll und wie wenig Zeit Wallander bleibt, eine drohende Katastrophe zu verhindern…

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Biss ins Gras – 14 eiskalte Krimis für heiße Sommernächte (diverse Autoren)

Diese CD-Box beinhaltet 14 Krimi-Kurzgeschichten, jede von einem anderen Autoren und gelesen von einem anderen Sprecher. Die Themenpalette ist breit und bunt gefächert wie das Leben. Von betrogenen (Ehe-) Frauen bis zur italienischen Mafia. Das einzige, was alle fünf- bis fünfzehnminütigen Kurzgeschichten gemeinsam haben ist eine unerwartete Schlusspointe bevor sie unausweichlich auf ein Verbrechen zusteuern.

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Böses Blut (Arne Dahl)

Obwohl die A-Gruppe einen erfolgreichen Start hingelegt hat und die Machtmorde erfolgreich aufgeklärt werden konnten, gibt es bereits Zweifel an der Existenzberechtigung der Einheit. Doch dann wird auf einem New Yorker Flughafen ein schwedischer Literaturkritiker ermordet. Ein Fall, der eindeutig in die Zuständigkeit der A-Gruppe fällt. Nicht nur, dass die Art des Mordes ebenso bestialisch wie bizarr anmutet, auch die Mordwaffe gibt Rätsel auf. Das Instrument war während des Vietnamkriegs zur Folter eingesetzt worden und es war Tatwerkzeug einer Mordserie in den USA, der im Verlauf von vier Jahren 18 Menschen, 10 davon nicht identifiziert, zum Opfer gefallen waren. Nach einer Pause von 15 Jahren ist der „Kentucky-Mörder“ nun offenbar auf dem Weg nach Schweden. Als auch dort erste Morde mit dessen Handschrift geschehen, sieht sich die A-Gruppe einem Fall gegenüber, in dessen Zentrum ein schier undurchdringliches Dickicht aus Macht, Profit und moralischen Zwickmühlen steht…

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Die letzte Reitstunde vor Weihnachten

Heute war nun also die letzte Reitstunde vor Weihnachten, drei Wochen nach den Botox-Injektionen, die inzwischen ihre volle Wirkung entfaltet hatten. So entspannt war ich schon lange nicht mehr gewesen. Fast folgerichtig konnte ich mich diese Woche auch viel einfacher dem Rhythmus Shirleys begeben und die Bewegungen waren sanft und sicher. Bereits nach der ersten Runde fühlte ich, dass ich mir in dieser Stunde selbst wieder mehr zutraute als in den Wochen zuvor. Kurze Zeit später bat ich meine Reittherapeutin darum, die Übung der letzten Woche wiederholen zu dürfen. Das Reiten mit geschlossenen Augen klappte diesmal um vieles besser. Es klappte sogar derart gut, dass ich diesmal fast eine komplette Runde die Augen geschlossen hielt. Auch Shirley schnaubte zufrieden. Im Anschluss der Hütchenparcours auf beiden Händen. Eine herrlich lockere Stunde. Leider geht es erst am 6. Januar weiter, sodass ich allen Reitern und Pferdefreunden und ihren Pferden ein ruhiges Sylvester und ein tolles 2014 wünsche!

Ein Pferd als Atemtherapeutin

Nach den Ereignissen der letzten Woche und auch nach der überraschenden Antwort der Pferdeexpertin war ich gespannt auf die Reitstunde dieser Woche. Und tatsächlich sollte diese Reitstunde einiges an Aha-Erlebnissen bieten.

Schon nachdem ich aufgestiegen war und die richtige Sitzposition gefunden hatte machte Shirley mich überdeutlich auf das aufmerksam, was ich in der letzten Woche nicht verstanden hatte. Sie atmete so tief, wie ich selten ein Pferd hatte atmen hören. Fast so, als wollte sie sagen: Hast du mich jetzt verstanden, Kumpel? Oh ja, ich habe, Shirley.

Die Reitstunde selbst sollte auch voller interessanter Ereignisse sein. Der Reihe nach: Die ersten Runden waren inzwischen wieder etwas entspannter, wenn auch noch nicht so entspannt, wie ich es gern gehabt hätte. Die ruckartigen Bewegungen Shirleys blieben diesmal vollständig aus. Und so gingen wir ein paar Runden relativ ereignislos im Schritt. Shirley war aber schweigsamer als in der letzten Woche.

Dann hatte meine Reittherapeutin eine Idee: Ich sollte meine Augen schließen und mich für eine lange gerade Bahn mit geschlossenen Augen von Shirley tragen lassen. Gar nicht so einfach! Im ersten Versuch konnte ich das gar nicht recht. Spannend, wie sehr wir Menschen auf die Augen fokussiert sind, solange wir sie haben. Der Schritt mit geschlossenen Augen fühlte sich ganz anders an! Erst im zweiten Versuch konnte ich den Ritt mit geschlossenen Augen überhaupt zulassen. Mit erhellendem und berauschendem Ergebnis. Kaum hatte ich mit geschlossenen Augen Shirleys Rhythmus gefunden, schnaubte sie ausgiebig. Fast zeitgleich durchströmte eine intensiver Entspannung  unserer beider Körper, es war in jeder Faser meines Körpers spürbar und auch Shirley entspannte sich von den Ohren bis zum Schweif. Ein traumhafter Moment perfekten Glücks.

Verstehe die Sprache der Pferde

Eine Woche ist es nun schon her seit ich meine Botox-Injektionen bekommen habe und tatsächlich ist eine deutliche Besserung eingetreten, wenn ich auch noch weit von der ersehnten Schmerzfreiheit entfernt bin. Was sich auch auf meine Reitstunde auswirken sollte. Irgendwie wirkten Shirleys Bewegungen diesmal ruckartig und irgendwie klemmig. Der Schritt war auch in irgendeiner Weise anders als in den Wochen zuvor. Ich konnte all das nicht recht deuten und je mehr ich Shirleys mir noch unbekanntes Verhalten einprägte und es wahrnahm umso unerklärlicher erschien es mir. Es war echt merkwürdig. Ich fühlte mich nicht unsicher und dennoch war diese Stunde alles andere als flüssig. Immer wieder ruckartige Bewegungen von Shirley, immer wieder anhalten und entspannen. Mir war klar, dass Shirley mir durch ihr Verhalten etwas mitteilen wollte, sie sprach mit mir, sie „schrie“ mir geradezu etwas entgegen, ich verstand einfach nicht was. Die sanfte Art, wie sie nach der Stunde mit mir umging, ließ mich aber sicher sein, dass Shirley mir hatte helfen wollen.

Angesichts dieser Erfahrungen nahm ich Kontakt mit der bereits erwähnten Tanja Budnick auf und erzählte ihr von dieser ziemlich ungewöhnlichen Stunde. Ich erhielt eine Antwort, die ich so nicht erwartet hatte, die aber so logisch und so simpel war, dass ich mir am liebsten mit der Hand vor die Stirn geschlagen hätte. Diese Antwort sollte Shirley eine Woche später bestätigen. Sie lautete: Entspanne dich!

Reiten nach den Botox-Injektionen

Nun also war es soweit. Heute bekam ich meine regelmäßigen Botox-Injektionen, die endlich meine Spastikschmerzen bekämpfen und wohl in 10 bis 14 Tagen komplett vergehen lassen. Dieses Mal erlebte ich auch eine Premiere. Zum ersten Mal erfolgten Botox-Injektionen und die Reittherapie am selben Tag. Und, nicht nur das: Es ging quasi direkt von der Arztliege auf den Pferderücken. Ein Moment, den ich angesichts meiner starken Spastikschmerzen der letzten Wochen kaum hatte erwarten können.

Und tatsächlich klappte das Timing perfekt. Zwischen dem Verlassen der Arztpraxis und der Ankunft am Pferdestall lag nur die etwa 30-minütige Autofahrt. Währenddessen hatten meine starken Schmerzen bereits etwas nachgelassen und auch das Aufsteigen auf den Pferderücken ging für meine Assistenzkräfte wohl etwas besser.

Tatsächlich ging das Reiten heute ebenfalls deutlich besser, auch, wenn immer noch etwas Schmerzen blieben und wir doch noch einen Extra-Halt einlegen mussten. Auf spezielle Übungen hatten wir dieses Mal verzichtet, schließlich ging es zunächst einmal darum, das Botox in den Muskeln zu verteilen. Shirley hat einen wunderbaren Job gemacht und ich wünschte, ich könnte ihr sagen, wie viel mir unsere Zusammenarbeit und sie selbst mir bedeutet.

Reiten unter starken Spastikschmerzen

Nachdem ich ja bereits in der Vorwoche mit starken Spastikschmerzen und diesem wunderbar feucht- kalten Herbstwetter zu tun hatte, hoffte ich, dass Shirley in der Lage sein würde, diesen Schmerz, der im Laufe der letzten Woche noch schlimmer geworden war, zu lindern. Leider erwies sich diese Hoffnung als vergebens. Nach knapp 10 Minuten gab ich den Versuch auf und stieg freiwillig ab. Etwas, dass ich zuvor noch nie getan hatte, aber angesichts der Schmerzen und aus Respekt vor dem Pferd die einzig richtige Entscheidung!

Nun hoffe ich auf die Wirkung der Botox-Spritzen in der nächsten Woche. Gehe unmittelbar nach dem Spritzen aufs Pferd.