Draußen ist es am Schönsten

Nachdem ich den „Schock“ der ersten Reitstunde draußen verdaut hatte, bekam ich mehr. In der nächsten Reitstunde verzichteten wir fast gänzlich auf die „Einführungsrunde“ in der Halle.

Doch diesmal war auch nicht der Springplatz unser Ziel, nein es sollte der Rundweg über das Gelände des Therapiestalls und des ortsansässigen Reitvereins werden. Viele unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und das Gefühl, den Bäumen ja so nahe zu sein. Wirklich entspannt saß ich aller Wahrscheinlichkeit da noch nicht auf dem Pferd, aber es war ein herrliches Gefühl, vom Pferderücken die vielen friedlich grasenden Artgenossen auf den Weiden zu sehen. Wäre ich etwas entspannter auf dem Pferderücken gewesen, so hätte ich das wohl als Moment des nahezu perfekten Einklangs zwischen Shirley, der Natur und mir beschrieben. Es war so harmonisch und friedlich, fast der perfekte Abschluss vor meinem Sommerurlaub.

Das Blau des Himmels sieht anders aus…

Ich weiß, ich habe lange nicht mehr über meine Erfahrungen mit Shirley berichtet und die Homepagepflege etwas vernachlässigt. Da ich nun aber wirklich weiß, dass es Leute gibt, die hier regelmäßig vorbeischauen, gelobe ich Besserung. Zumal es so viel wunderbare Dinge von Shirley und unserer Zusammenarbeit zu berichten gibt, dass ich gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll.

Vielleicht ja hier: In der Woche nach der in meinem letzten Post beschriebenen Reitstunde waren wir noch in der Halle und es passierte wenig unerwartetes. Doch dann, in der Woche darauf, wurde meine Welt komplett auf den Kopf gestellt. Es war ein herrlicher Frühsommermorgen und meine Reittherapeutin überrumpelte mich nach der ersten Runde Schritt mit dem Satz: So, und jetzt gehen wir raus! Bevor ich auch nur irgendwas entgegnen konnte hatten wir die Halle bereits verlassen und waren auf dem Weg zum Springplatz. Natürlich ohne Hindernisse.

Boah, war das anders. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. Ich war draußen und saß allein auf dem Pferd. Irgendwie schien es mir, als wären alle Farben intensiver, alle Sinne noch schärfer. Das Blau des Himmels an diesem Tag werde ich wohl nie vergessen.